Barockspezialist Franz Raml gibt das 3. Konzert des Bach-Zyklus in Obermarchtal

Der Bachzyklus im Münster Obermarchtal findet am Sonntag, den 31. Juli um 17 Uhr
seine Fortsetzung. „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ ist nicht nur ein auch heute noch
gerne gesungenes Lied, Johann Sebastian Bach hat hierüber einige Variationen geschrieben,
die im Konzert dargeboten werden und ihm auch seinen Titel und seine innere Ausrichtung geben.
Es werden sowohl bittende als auch preisende Choralvorspiele zu hören sein, dazu
einige Juwelen, wie die galante g-Moll-Fuge, BWV 578 oder die mit ihren federnden
Sechzehntelauftakten fast schon tänzerische Fantasia in h, BWV 563. Den krönenden Abschluß
bildet eines der gigantischsten Orgelwerke aller Zeiten: Präludium und Fuge e-Moll, BWV 548.
Auf höchstem Niveau gehen hier so an sich unterschiedliche Sphären wie Fuge und Konzert,
strenges Sicheinordnen und souveränes Sichentfalten, schwerblütige Expressivität und heitere,
locker perlende Virtuosität eine einzigartige Verbindung ein. 
 
Franz Raml ist einer der bedeutendsten Barockspezialisten Süddeutschlands und weit darüber
hinaus. Selbst Organist an einer Holzhey-Orgel (in Rot an der Rot) ist er diesem einmaligen
und genialen Orgeltyp besonders verbunden. Raml studierte das künstlerische Hauptfach Orgel
an den Musikhochschulen in Detmold und München. Darauf folgte ein dreijähriges Studium 
bei Ton Koopman in Amsterdam in den Fächern Barockorgel, Cembalo und Aufführungspraxis,
das er 1990 mit dem Konzertexamen "Baroque-organ" am Königlichen Konservatorium in
Den Haag abschloss. 1998 erhielt er den Förderpreis der internationalen Bodenseekonferenz
für seine Leistungen auf dem Gebiet der Alten Musik. Mehrfach leitete er die „Orgelakademie
Oberschwaben“. Franz Raml konzertiert in vielen Ländern Europas, in den USA und in Israel.
 
Das Konzert dauert eine Stunde. Der Eintritt ist 8 €, für Studierende und Auszubildende 4 €.
Schüler und Schülerinnen haben freien Eintritt. Die Kasse öffnet um 16:30 Uhr.
 
 
 

 

 

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